Die ersten beiden Optimierungen betreffen den Bootloader. Werden nicht benötigte U-Boot-Funktionen wie Netzwerk- und USB-Unterstützung entfernt, sinkt die Bootzeit auf 8,75 s. Entfällt zusätzlich die Image-Verifikation, die bei jedem Start durchgeführt wird, sind es noch 8,39 s.
Eine Kernel-Konfiguration, die auf die tatsächlich benötigte Hardware zugeschnitten ist, bringt die Bootzeit auf 8,1 s. Im Userspace werden die Init-Skripte optimiert: Sequenzielle Wartezeiten fallen weg, und Dienste, die beim Systemstart nicht gebraucht werden, werden entfernt. Damit liegt die Bootzeit bei 7,38 s.
Der Wechsel zu einem Initramfs, das die Anwendung direkt startet, halbiert die Bootzeit nahezu, von 7,38 s auf 4,16 s. Ersetzt ein eigener Initial Program Loader (IPL) U-Boot, sinkt sie auf 1,26 s. Ein IPL, der genau auf die Hardware zugeschnitten ist und nur die wirklich nötigen Aufgaben übernimmt, ist schneller als ein universeller Bootloader.
Die letzten drei Schritte fallen kleiner aus, sind aber noch deutlich messbar. Wird der Kernel-Parameter lpj= fest vorgegeben, entfällt die Kalibrierung der Delay-Loop bei jedem Start (1,06 s). Ohne Ausgaben auf der seriellen Konsole blockiert der UART nicht mehr bei jeder Kernel-Logzeile (736 ms). Zuletzt wird die Kernel-Kompression von gzip auf LZO umgestellt, das sich schneller entpacken lässt. Damit sind es nur noch 656 ms.
Am Ende bootet das System 94 % schneller als die Ausgangsversion, ohne Änderungen an der Anwendung oder der Hardware.